Archiv der Kategorie: Predigten
Predigt vom 22.08.2016 – Der Penner
Predigt zum 21. So. im Jahreskreis 2016-08-22
Lk 13,22-30
Thema: Der Penner und der Staatsanwalt
Predigt vom 14.08.2016 – Mariä Himmelfahrt
Predigt zum 20. Sonntag im Jahreskreis 2016-08-14
Thema: Mariä Himmelfahrt
Predigt vom 10.07.2016 – Doppelgebot der Liebe
Predigt zum 15. Sonntag im Jahreskreis 10.-Juli 2016
Zum Doppelgebot der Liebe Mt 22, 34 – 40
Von Ullrich Auffenberg
Liebe Schwestern und Brüder,
„Hansi, du darfst bei mir bleiben.“ Hansi, das ist Hans Rosenthal, einer der beliebtesten Moderatoren und Quizmaster, die wir im Fernsehen je hatten, der Erfinder von Dall Dalli. Er hörte diesen Satz im Jahr 1943 mit 17 Jahren. Als Jude war auf der Flucht war vor den Deportationszügen der SS in die Konzentrationslager. Er hatte sich in seiner Not zu einer Witwe, einer Bekannten seiner Mutter, geflüchtet. Die sagte zu ihm: „Hansi, Du darfst bei mir bleiben“ und versteckte ihn mutig hinter einer dünnen Teerpappe-Wand in einer Berliner Laubenkolonie. Zwei Jahre lebte Hansi Hans Rosenthal armselig in diesem notdürftigen Versteck und wurde von der Witwe versorgt. Rosenthal schildert diese Geschehnisse in seinem autobiographische Buch, das den Titel trägt: „Zwei Leben in Deutschland“, eins vor 1945 in der Nazizeit und eins nach dem 2. Weltkrieg.
Als im Mai 1945 der Krieg zu Ende war, verließ Hansi, Hans Rosenthal sein Versteck und trug seinen Judenstern wie ein Siegeszeichen am Hemd. Plötzlich sah er sich umzingelt von russischen Soldaten, die ihn erschießen wollten. Damals hatten SS-Soldaten ihre Uniformen weggeworfen und sich Zivilkleidung mit Judenstern besorgt, um so der Gefangennahme zu umgehen. Die rote Armee war dahinter gekommen und hatte jeden, den sie mit einem Judenstern antrafen, sofort an die Wand gestellt. Rosenthals Beteuerungen, er sei wirklich Jude, halfen ihm nichts, bis aus der hinteren Reihe ein russischer Offizier auf ihn zutrat und sagte: „Wenn Du wirklich Jude bist, dann kannst Du mir auch das jüdische Glaubensbekenntnis auf hebräisch aufsagen. Zitternd begann Rosenthal zu beten: `Schma Jisroel, Adonei Elauhenu, Adonaj echod´. „Höre Israel, Gott ist der einzige, darum sollst Du den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen…..“ Darauf sagte der Kommissar: „Du kannst gehen, Du bist Jude. Ich selbst bin es nämlich auch.“
Hansi, Du darfst bleiben. In diesen Zeiten, im Jahr 2016, sind Millionen von Menschen unterwegs, die sehnlichst warten auf einen solchen Satz: Du darfst bleiben …
Predigt vom 03.07.2016 – Sendungsbefehl
Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis 03. Juli 2016
Thema: Sendungsbefehl ohne alles
Lukas 10 1-9
Von Ullrich Auffenberg
Heutige Predigt nur als mp3 verfügbar.
Predigt vom 26.06.2016 – Konsequentes Christentum
Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis 26.06. 2016
Lk 9, 51-62
Thema: Konsequentes Christentum
Liebe Schwestern und Brüder,
stellen Sie sich vor, sie verlassen gleich diese Kirche und draußen auf dem Bordstein, da säße plötzlich Jesus und er fragte Sie: „Wo kommst Du her?“ Und Sie antworten: „Ich komme gerade aus der Kirche. Da haben Sie Deine Worte vorgelesen.“ „Ach“, sagt Jesus, „und was habe ich gesagt?“ „Du hast gesagt, dass Du willst, dass wir dir nachfolgen. Sie haben uns erklärt, dass Nachfolgen in der lateinischen Bibel heißt: consequi. Davon kommt unser Wort konsequent.“ „Ja“, antwortete Jesus, „das will ich, dass Du dein Christentum konsequent lebst.“
Liebe Mitchristen, ich steige jetzt mal aus diesem Dialog aus. Was heißt das, sein Christentum konsequent zu leben? Vielleicht ziehen Sie jetzt den Kopf ein und denken: Jetzt kommt wieder die ganze moralische Leier, Du sollst teilen, konsumiere nicht so viel, nimm ab, verzichte, geh in dich…
Nein, genau kommt Jesus nicht. …
Predigt vom 19.06.2016 – Religion
Predigt zum 12. Sonntag im Jahreskreis 19.06. 2016
Lk 9,18-24
Thema: Wie hältst Du`s mit der Religion?
Liebe Schwestern und Brüder,
(ich zeige einen Ball und sage) Dies ist ein „Ich-glaub-dran Ball. Darauf sagen Fußballer, warum sie an Jesus glauben. Der Bayernverteidiger David Alaba sagt: „Meine Kraft liegt im täglichen Gespräch mit Jesus.“ Bastian Schweinsteiger sagt: „Für mich ist Gott mit im Spiel meines Lebens.“ Und Lukas Podolski: „Ich glaube an Gott und bete um viele Dinge.“ Der Liverpooltrainer Jürgen Klopp bekennt sich zum Glauben mit dem Bekenntnis: „Ich kann Gott gar nicht genug danken für das Riesenglück, dass ich im Leben bisher hatte. Gott ist meine unbedingte Reißleine.“ Robert Lewandowski, Jakub Blaschykowski, die beiden polnischen Nationalspieler, Tony Ujah von Werder Bremen oder Daniel Didavi vom VFB Stuttgart, sie alle sagen, dass Gott aus ihrem Leben nicht wegzudenken ist und sie regelmäßige Rituale brauchen, um ihm zu begegnen.
Ein „Ich-glaub-Dran-Ball“. Heute im Evangelium fragt Jesus, und er fragt uns ganz persönlich: Sag mir, wie stehst Du zu mir? Ich werfe diesen ball jetzt mal denen zu, die ihn haben wollen und dann kann man mit dem Ball in der Hand sagen: „Ich glaube an Jesus, weil…“ …