Kopf hoch, sonst siehst Du die Sterne nicht

Hervorgehoben

So lautet der Titel des neuen Buches von Ullrich Auffenberg

Da viele Menschen nach einem religiösen Sinn in der derzeitigen Krise fragten, hat der Bonifatius Verlag Paderborn im November Auffenberg gebeten, dazu das vorliegende Buch zu verfassen. „Wenn in herausfordernden Zeiten das Herz schwer wird oder die Decke auf den Kopf fällt, verändern die Erzählungen dieses Buches unseren Blickwinkel. Texte voller Zuversicht und Hoffnung führen in Weite und Vertrauen.“ So schreibt der Verlag zu diesem Buch. Es eignet sich auch als Mutmach-Geschenk zu Ostern. Gebundenes Buch, 152 Seiten, 12,90 €, ISBN 978-3-89710-8844

Predigt vom 20.3.2022 – Mariupol

2022-03-20_3._Fa._So

Mariupol

Liebe Schwestern und Brüder,

Mariupol heisst die Stadt, in der die Menschen in diesen Tagen unendlich leiden. Mariupol, zu deutsch Marias Stadt. Die Menschen befinden sich seit Wochen in Kellern, oft ohne Brot und Wasser. Vielleicht flehen sie die Patronin ihrer Stadt an „Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schutz daraus…“ Beschütze uns vor den russischen Bomben. Oh Maria hilf.
Das Gebet gibt innere Kraft, aber es kommt niemand, der wie im mythischen-magischen Glaubensbild – vom Himmel fährt und die Bomben und Raketen abwehrt. Weiterlesen

Autorenlesung im Kloster Wiedenbrück am 22.4.2022

AUTORENLESUNG MIT MUSIK
AM 22.04. 2022, 17.00 UHR
IM FRANZISKANERKLOSTER RHEDA-WIEDENBRÜCK

„Kopf hoch, sonst siehst Du die Sterne nicht“
Am Freitag, 22.04. 2022, findet um 17.00 Uhr im Klostergarten der
Kulturinitiative Kloster Wiedenbrück eG ein Meditations-Abend mit
wortstarken und klangvollen Beiträgen statt. Weiterlesen

Predigt vom 31.12.2021 – Silvester

2021-12-31-Silvester

Liebe Schwestern und Brüder,
„Der du die Zeit in Händen hast, Herr nimm auch dieses Jahres Last und
wandle sie in Segen.“ So haben wir gerade im Lied gesungen.

Die Last, die uns in diesem vergehenden Jahr alle belastet hat, war
wieder das Coronavirus. Dabei waren doch vor einem Jahr gerade die
Impfmöglichkeit entdeckt worden und hatte uns alle die Hoffnung
gegeben: Na ja im Sommer sind wir mit dem Virus durch. Puste Kuchen.
„Leben ist das, was passiert, während du gerade dabei bis andere Pläne
zu machen.“ Hat John Lennon gedichtet. Delta, Omikron hatte keiner auf
dem Plan zur Jahreswende 2020,21.
Hat sich für uns diese Viruslast in Segen verwandelt, wie das Lied
beschwört? Oder nicht doch eher in Frust, Resignation, in die Spaltung
nach Impfgegnern und Impfbefürwortern, in die unselige Aggressivität
der Querdenker? Weiterlesen

Weihnachtsgeschichte um das Jahr 0

Weihnachtsgeschichte um das Jahr 0

Es begab sich aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den
ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen.[1] 2 Diese Aufzeichnung war die erste;
damals war Quirinius Statthalter von Syrien. 3 Da ging jeder in seine Stadt, um
sich eintragen zu lassen. 4 So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa
hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem
Haus und Geschlecht Davids. 5 Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner
Verlobten, die ein Kind erwartete. 6 Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich
die Tage, dass sie gebären sollte, 7 und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen.
Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein
Platz für sie war. 8 In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten
Nachtwache bei ihrer Herde. 9 Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die
Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. 10 Der Engel sagte
zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude,
die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: 11 Heute ist euch in der Stadt Davids der
Heiland geboren; er ist der Christus, der Herr. 12 Und das soll euch als Zeichen
dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe
liegt. 13 Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott
lobte und sprach: 14 Ehre sei Gott in der Höhe / und Friede auf Erden / den
Menschen seines Wohlgefallens. Weiterlesen

Predigt vom 24.12.2021 – Heilig Abend

2021-12-24-Heilig Abend

Liebe Schwestern und Brüder,
vor einigen Jahren wurde ich in der Weihnachtsnacht zu einer
hochbetagten sterbenden Frau in ein Altenheim gerufen, um dieser Frau
die letzte Salbung zu spenden. Die Frau war schon an der Grenze
zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein, zwischen dieser Welt und
jener Welt. Als ich mit dem Salböl ihre Hand berührte wiederholte die
Frau in einer Endlosschleife immer wieder den Satz: „Mama, puste
nochmal. Mama, puste nochmal. Mama, puste nochmal.“ Während der
Dauer des gesamten Rituals immer wieder der Satz: „Mama, puste
nochmal.“
Woran mag sich diese Frau erinnert haben? Weiterlesen

Predigt vom 12.12.2021 – So wahr mir Gott helfe

2021-12-12_3._Adventssonntag
Schrifttext: Phil 4,4-7; Lk 3,10-18
So wahr mir Gott helfe

Liebe Schwestern und Brüder,
kann man ohne Gottes Hilfe gerechte und gute Politik machen? Der
neue Bundeskanzler und ein Teil seiner Ministerriege hat bei der
Vereidigung auf den Zusatz verzichtet „So wahr mir Gott helfe.“
Nun sagt das natürlich nichts aus über die religiöse und ethische
Einstellung dieser Politiker aus. Aber die Frage bleibt doch: Geht`s auch
ohne Gott, nicht nur in der Politik, auch sonst im Leben. Weiterlesen