Predigt zum 02. Sonntag im Jahreskreis 18.01. 2015
„Ich will nach Hause.“
Von Ullrich Auffenberg
Liebe Schwestern und Brüder,
Es ist eine Grundsehnsucht des Menschen, zu Hause sein zu wollen. …
Liebe Schwestern und Brüder,
Es ist eine Grundsehnsucht des Menschen, zu Hause sein zu wollen. …
Liebe Schwestern und Brüder,
Am 25. Mai 2013 kam es im Wembleystadion in London zum Show
Down. Championsfinale zwischen Bayern München und Borussuia
Dortmund. Dem Bayernstürmer Arjen Robben gelingt gegen Ende des
Spiels das entscheidende Tor. Nachdem er das Tor aller Tore
geschossen hatte, rannte er wie ein Wirbelwind über den Platz und rief
immer nur: Gott, mein Gott, oh Gott, oh Gott. So erzählten es die
Reporter, die am Spielfeldrand standen.
Tage später wurde Robben von der Bildzeitung nach seiner religiösen
Einstellung befragt. …
… Ich weiß nicht, liebe Mitchristen, was Sie sich zu Weihnachten schenken
oder schon geschenkt haben. Aber ich möchte sie einladen: Schenken
Sie sich Freundschaft. Nehmen Sie sich Zeit füreinander, für einen
Spaziergang, ein Gespräch, einen Ausflug, Theaterbesuch oder wieder
einen häufigeren Kirchenbesuch, ruhen Sie aus bei Gott. Das gut der
Seele gut. Seien Sie Freund auch der Völker im Dunkeln und sei es
durch eine großherzige Spende bei der weihnachtlichen Aktion Adveniat.
Wenn der Tag die Nacht vertreibt
Und das Eis die Sonne spürt,
wenn ein Licht den Weg uns zeigt
und die Angst die Macht verliert…
dann hat der Himmel die Erde berührt,
und unsere Erde den Himmel gespürt. …
Liebe Schwestern und Brüder,
was hat mich vor 46 Jahren als Schüler vor dem Abitur 1968 bewogen,
Seelsorger und Priester zu werden? Ein wichtiger Grund war die
Beschäftigung mit dem Drama „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang
Borchert. …
Predigt vom 17.08.2014 als pdf-Datei
Liebe Schwestern und Brüder,
In China gibt es einen gefährlichen Strom. An einer bestimmten Stelle
kamen die Schiffe immer wieder zum Kentern und verloren ihre wertvolle
Ladung. Fachleute haben die Strömung erforscht und an einer genau
berechneten Stelle im Strom einen Felsen aufgestellt. Darauf haben Sie
die Worte „Auf mich zu!“ geschrieben. Zunächst sieht es so aus, als ob
der Fels nur im Wege steht. Aber jeder Bootsfahrer, der sein Schiff auf
den Felsen zu lenkt, kommt heil durch die Strömung und Untiefen
hindurch.
Auch im Leben sind wir oft im Schwimmen, wie Petrus im Evangelium.
Wir wissen nicht, wo es weitergeht, woran wir uns orientieren sollen, wir
haben Angst. Dann brauchten wir jemand wie einen Fels in der
Brandung, der sagt: Schau auf mich, der uns wie Jesus Vertrauen
einflößt und sagt: Komm! …
Predigt vom 10.08.2014 als pdf-Datei
Liebe Schwestern und Brüder,
immer sind Unschuldige die Opfer, wenn Fanatiker zu den Waffen
greifen, wie jetzt bei dem unseligen Krieg im Gaza-Streifen oder beim
Abschuss eines Flugzeugs über der Ukraine. Mich hat das erinnert an
ein anderes Ereignis. Fast genau 70 Jahre vor dieser Katastrophe der
Maschine der malaysischen Fluglinie, am 31. Juli 1944, wurde durch
einen deutschen Piloten in einem Messerschmitt – Düsenjäger der
französische Fliegerdichter Antoine de Saint Exupèry vom Himmel
geholt, gestorben mit 44 Jahren. Er hat das nach der Bibel meist
gedruckte Buch der Literaturgeschichte geschrieben, das Buch vom
„Kleinen Prinzen“. Die zentrale Botschaft dieses Buches: „Man sieht nur
mit dem Herzen gut.“ In seinen anderen Büchern wie „Wind, Sand und
Sterne“ oder die „Stadt in der Wüste“ kommt ein großes religiöses
Ringen zum Ausdruck.
Die Religion muss die Menschen ergreifen, sie darf sie nicht
unterwerfen. So lautet das Credo von Exupèry. …
Liebe Schwestern und Brüder,
von Heinz Erhard gibt es ein Gedicht, das heißt „Rasenspiel“ und passt
gut zu der Weltmeisterschaft in Brasilien. …