Predigt vom 31.05.2015 – Dreifaltigkeit

Predigt zu Dreifaltigkeit 31.05.2015
In Beziehung leben (Mt 28, 16-20)

Das Wahrzeichen Paderborns ist das Drei-Hasen-Bild im Dom aus dem 16. Jahrhundert.
Der Hase ist Symbol von Leben und Fruchtbarkeit in den Mythen vieler
Völker. Wenn aber dieses Motiv auf diese originelle Weise eingemeißelt ist in
ein Domfenster, dann muss darin auch eine Aussage liegen über Gott und seine
Beziehung zu den Menschen. …

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Predigt vom 23.05.2015 – Pfingsten – Na und?

Predigt zu Pfingsten 23. Mai 2015
Pfingsten – Und dann? (Joh 7,37-39)

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Schützen,
Ein Mann kommt an einem Haus vorbei und sieht, wie Herr Deus sich
bemüht, durch den Hauseingang ein Pferd hinein zu bringen. Der schaut
auf und sagt: „Ach, könnten Sie mir vielleicht helfen. Ich muss mit dem
Pferd hinauf in den dritten Stock.“ …

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Predigt vom 10.05.2015 – Muttertag

Predigt zum 6. Ostersonntag 10.05. 2015
Muttertag (Joh 15, 9-17)

Liebe Schwestern und Brüder,
Von der christlichen Schriftstellerin Gertrud von Lefort stammt der Satz:
„Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die
Mutter durch das Kind.“ An der Erziehung eines Kindes wachsen auch
die Eltern seelisch. Es werden neue Lebenskräfte in ihnen geweckt und
vielleicht auch eine neue Sichtweise auf das Leben. …

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Predigt vom 26.04.2015 – Der Trotzdem-Glaube

Predigt zum 4. Ostersonntag 26.04. 2015
Der Trotzdem-Glaube Joh 10, 11-18

… Jeder Mensch hat diesen inneren Begleiter: Nenn ihn Schutzengel, Nenn
ihn Beistand, nenn ihn Heiliger Geist, nenn ihn Weggefährte oder wie
heute: Guter Hirte. Und unser Osterglaube ist ein „Und ob – Glaube, ein
Trotzdem-Glaube.“ Wir glauben, dass Terrorismus, Bomben, Krieg,
nukleare Vernichtung, Overkill nicht das letzte Wort haben werden. Wir
hoffen, dass es einen Weg gibt durch die dunkelsten Schluchten des
Menschseins, Herzinfarkt, Krebs, Verkehrsunfall, durch Depression,
Schizophrenie und all die tiefsitzenden Ängste der Seele.
Und wie der Hirte seine Herde durch einen Tunnel zum Licht führt, so
Dein innerer Begleiter dich zu neuen Leben.
Wie mutig könnten wir doch eigentlich sein, wenn wir diesem inneren
Guten Hirten vertrauen? …

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Predigt vom 19.04.2015 – Sterbebegleitung

Predigt zum 3. Ostersonntag 19.04 2015
Woche für das Leben – Sterbebegleitung (Lk 24, 35-48)

Liebe Schwestern und Brüder,
in den Tagen nach dem großen Unglück am 24. März in den
französischen Alpen wurde auch in den Medien eine wesentliche Frage
gestellt, die im Gedränge des Alltags in der Regel untergeht. Da fragte
ein Reporter einen Notfallseelsorger: „Was eigentlich ist Seelsorge?“ Er
bekam zur Antwort: „Seelsorge heißt, einen Menschen trösten, ihm
Beistand zu leisten.“ Der Reporter hakte nach: „Und was bedeutet
Beistand?“ Darauf der Seelsorger: „Beistand heißt, bei jemanden stehen
zu bleiben.“ Wenn Menschen an einem solchen Abgrund der
Verzweiflung stehen, dann hat man keine Worte mehr, dann kann man
nur noch bei ihm aushalten, stehen bleiben, Nähe zeigen.
Das Evangelium sagt uns heute: Wir haben die Kraft des Beistands, des
Stehenbleibens, des Aushaltens in uns. Und es ist er eigentliche Geist
der Auferstehung. …

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Predigt vom 12.04.2015 – Verletzt sein

Predigt zum 2. Ostersonntag 12.04.2015
Verletzt sein – Joh 20, 19-31

Liebe Schwestern und Brüder,
in einem Gruppengottesdienst sollten einmal die Teilnehmer einen Brief
an Gott schreiben, in dem sie ihm Wünsche, Ängste und Sehnsüchte
ihres Lebens mitteilten. Unter den Teilnehmenden war auch eine junge
Frau, die ohne Hände und Arme auf die Welt gekommen war. Sie
schrieb ihren Brief mit den Füßen. Der Inhalt dieses Briefes war ungefähr
wie folgt:
„o Gott, wenn ich in den Spiegel schaue, dann weiß ich, dass ich ein
hübsches Mädchen bin. Und wenn ich meine Zeugnisnoten betrachte,
dann ist klar, dass ich intelligent bin. Ich kann mit meinen Füßen auf der
Tastatur meines Computers schneller schreiben als andere mit den
Händen. Sogar Autofahren kann ich nur mit den Füßen. Aber o Gott, ich
habe keine Arme und keine Hände. Niemals konnte ich meine Mutter,
meinen Vater umarmen. Meine Freund, ich kann ihn nicht in die Arme
nehmen. Das ist es, was mich manchmal an den Rand der Verzweiflung
bringt. Warum, lieber Gott, hast Du mich so geschaffen, wie ich bin?“ …

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Predigt vom 8.03.2015 – 3.Fastensonntag

Predigt zum 3. Fastensonntag 2015

Liebe Schwestern und Brüder,
man nennt sie die moderne Anne Frank. Ihr Tagebuch begann sie am
25. März 1994 mit folgenden Sätzen: „Sei gegrüßt, liebes Tagebuch. Ich
lebe in der Stadt Grosny in der Zawjety-Iljitscha-Straße. Ich heiße Polina
Scherebzowa und bin neun Jahre alt.“ Das war vier Wochen vor Beginn
des ersten Tschetschenienkrieges.
Kriege werden ja heutzutage nicht mehr beendet. Sie werden einfach
eingefroren und können jederzeit wieder ausbrechen wie in der Ukraine,
wie in Tschetschenien. Putins dreckigen Krieg nennt man ihn, den man
2009 eingefroren hat. Polina Scherebzowa hat über zehn Jahre aus der
Sicht eines Kindes und einer Jugendlichen Tagebuch geführt über
diesen dreckigen Krieg in Tschetschenien. …

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