Predigt vom 16.08.2015 – Maria Himmelfahrt

Predigt zu Maria Himmelfahrt 2015 – 16.08.2015
Sterben in ein DU

Liebe Schwestern und Brüder,
es sind dies die wohl bedrängendsten Fragen unseres menschlichen
Lebens: Wo werden wir sein, wenn wir diesen Planeten Erde verlassen,
wenn wir sterben. Was hat es auf sich mit der Rede von der Himmelfahrt
Marias, mit der Himmelfahrt unseres eigenen Lebens.
Es gibt Menschen, die sind schon einmal an der Grenze zwischen Leben
und Tod gewesen sind, die klinisch tot waren. Ich meine die sog.
Nahtoderlebnisse:
Ich möchte erzählen von einem jungen Mädchen, das r nach einem
schweren Unfall schon klinisch tot war und sich während der OP
außerhalb ihres Körpers unter der Decke schweben sah. …

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Predigt vom 26.07.2015 – Libori

Predigt zum 17. So i.J. – 26.07.2015
220.000 Kirchenaustritte und Libori (Jo 6, 1-15)

Liebe Schwestern und Brüder,
während in Paderborn ganz groß Libori gefeiert wird, frage ich mich, ob
wir nicht eher Grund zum Trauern hätten.
Denn die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche hat 2014 mit
220.000 in Deutschland ihren Höchststand erreicht. Dagegen gab es
164.000 Taufen und ungefähr 6.000 Wiedereintritte. Bleibt also absolut
gesehen ein Schwund von 50.000 Mitgliedern. Das gab es in
Deutschland noch nie. Warum kehren so viele der Kirche den Rücken?

Vordergründig scheint es an der Kirchensteuer zu liegen, die viele
sparen wollen. Der eigentliche Grund liegt tiefer. Ich denke, es ist wie in
einer gescheiterten Ehe: Ist Liebe erst einmal verloren, dann zählt man
nur noch das Geld. Ein französischer Bischof hat es einmal so formuliert:
Es ist das Problem unserer Kirche, dass sie von den eigenen Mitgliedern
nicht mehr geliebt wird. Als Jugendliche habe ich vor 50 Jahren in
unserem Dorf erlebt, dass die Gottesdiensten sonntags proppevoll
waren, 80 % Kirchenbesuch. Heute sind es im selben Dorf noch 10 %.
Warum ging diese Begeisterung, diese Liebe verloren?

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Predigt vom 8.07.2015 – Verstoßen zu werden

Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis 08.07. 2015
Verstoßen zu werden ist schlimmer als zu sterben (Mk 6,1-6)

Liebe Schwestern und Brüder,
Verstossbarkeit!! Jesus muss sie erfahren wie so viele Menschen.
Von meinem 10. bis 18. Lebensjahr war ich Schüler eines Internats. Da
wir oft monatelang nicht nach Hause durften, wurden viele von uns von
Heimweh geplagt. Aber noch schlimmer als Heimweg war die Erfahrung
der Verstossbarkeit. Für die Mitschüler, die in einer Internatsgruppe oder
in einer Klassengemeinschaft ausgegrenzt wurden, war das Leben eine
Hölle. Häufig wurden sie von Mitschülern körperlich gequält. Aber
schlimmer noch war die Isolierung, sich also ganz allein zu fühlen mitten
in der Gruppe, z.B. mit zig Mitschülern im Studier- oder Schlafsaal.
Solche ausgegrenzten Kinder hielten es in der Regel nicht lange in
unserem Internat aus und verließen die Einrichtung oft sehr schnell.
Verstoßbarkeit! Kein Geschöpf kann sie ertragen. Du kannst nicht einmal
ein Pferd allein auf die Weide stellen, ohne dass es depressiv wird.
Und der Mensch ist noch viel mehr als manche Tiere ein
Gemeinschaftswesen. …

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Predigt vom 21.06.2015 – Offene Tür

Predigt zum 12. Sonntag im Jahreskreis 21. Juni 2015
Gott eine offene Tür versprochen (Mk 4,35 ff)

Liebe Schwestern und Brüder,
„ich habe Gott eine offene Tür versprochen.“ Diese Antwort bekam ich,
als ich Karl und Karin Spiekermann in einem Dorf bei Warstein fragte,
warum sie auf ihren kleinen Bauernhof in den letzten 5 Jahren schon
mehr als 30 Flüchtlinge aufgenommen hätten. …

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Predigt vom 14.06.2015 – Beziehung – Erziehung

Predigt zum 11. Sonntag im Jahreskreis 14.06.2015
Von der Beziehung in die Erziehung (Mk 4, 26-34)

Liebe Schwestern und Brüder,
ich möchte Ihnen erzählen von Inger Hermann, einer Religionslehrerin
an drei Förderschulen in Stuttgart, die dort mit Kindern aus schwer
belasteten Familien arbeitet, Kinder, die ständig geprügelt und nicht
selten von ihren eigenen Eltern missbraucht werden. Selbst geschlagen,
schlagen diese Kinder andere, selbst geprügelt prügeln sie andere. Die
verletzte Seele verwandelt sich in Aggression. Denn in jeder Faust steckt
ein wimmerndes Herz, das nie Trost und Liebe erfuhr. …

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Predigt vom 7.06.2015 – Fußball und Glaube

Predigt zum 10. Sonntag im Jahreskreis 7.06. 2015
Fußball und Glaube – Mk 3,20-25

Liebe Schwestern und Brüder,
mir scheint, Fußball ist zur neuen Religion geworden. Die Kirchen
werden immer leerer, die Stadien und die Public-Viewing-Orte immer
voller. Und das eine Jahr erste Bundeliga hat Paderborn in Deutschland
bekannter gemacht als 1200 Jahre Kirchengeschichte.
Beim Fußball werden Fahnen geschwungen wie bei einer Fronleichnamsprozession,
Choräle aus tausenden von Kehlen intoniert: You`ll
never walk alone, Du wirst niemals allein sein; das klingt fast wie ein
Glaubensbekenntnis. Man glaubt an seinen Verein. …

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Predigt vom 4.06.2015 – Fronleichnam

Predigt zu Fronleichnam 4.6. 2015
Wo ist der Sinn? Mk 14,12-16

Liebe Schwestern und Brüder,
wohin soll ich gehen, wenn ich hier Siddinghausen oder Büren lebe und
Orientierung suche? Nach Paderborn in die Westernstrasse, nach
Klingethal oder zum Kaufhof? Da ist in den den Regalen der
Feinkostgeschäfte manches Verlockendes zu finden, das das Leben
angenehm auspolstert. Oder ins Internet in die Mediastores. Da kann ich
mich stundenlang aufhalten, Videos und Hits herunterladen für viele
Euros. Aber ich ahne, Orientierung ist für Geld nicht zu bekommen.
Wohin sollen wir gehen? …

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