Archiv des Autors: redaktion
Predigt vom 31.01.2016 – Lichter-Gottesdienst
Predigt vom 24.01.2014 – Neue Geschwisterlichkeit
Predigt zum 3. Sonntag im Jahreskreis 2014-01-24
Zu Lk 1,1-21
Thema: Neue Geschwisterlichkeit
Liebe Schwestern und Brüder,
Als am 11. September 2001 in New York die Zwillingstürme zusammenbrachen, wurden fast eine Woche lang auf allen amerikanischen Sendern ihre Lieder gespielt. Ich möchte Ihnen 3 Minuten Zeit geben, der Sängerin Enja zuzuhören. Den deutschen Text sage ich gleich:
„How can I keep from singing” von Enja. Sie singt:
“Mein Leben geht wie ein Lied ohne Ende über das Tränental der Welt hinweg, ich höre den Lobpreis, der eine neue Schöpfung niederregnet.
Durch Tumulte und Katastrophen hindurch klingt ein Echo in
meiner Seele: „How can I keep from singing”. Wie könnte ich aufhören davon zu singen. …
Predigt vom 17.01.2016 – Familie
Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis 2016
Schrifttext: Joh 2,1-11
Thema: Familie
Liebe Schwestern und Brüder,
Wenn Dein Kind dich morgen fragt, wozu ist der Glaube gut, was würden Sie antworten? Vielleicht denken Sie jetzt: Hoffentlich fragt mich mein Kind oder Enkelkind nicht. Oder Gott sei Dank, dass mich mein Kind nie danach gefragt hat. Ich hätte ganz schön auf dem Schlauch gestanden.
Wenn Dein Kind dich morgen fragt, wozu ist der Glaube gut, was würden Sie antworten? Ich würde diesem Kind antworten: Der Glaube ist da, damit Du in deiner Seele stark wirst. Wie aber wird ein Mensch in seiner Seele stark? …
Predigt vom 10.01.2016 – Gott kämpft mit Dir
Predigt zum Fest der Taufe Christi, 10.01. 2016
Schrifttext: Lk 3, 15-16.21-22
Gott kämpft mit Dir
Liebe Schwestern und Brüder,
weil ich in Ghana mit verschiedenen Projektgruppen ein Buschhospital und Schulen unterstütze, bin ich einige Male in diesem westafrikanischen Land gewesen. Einmal haben wir auch die ehemalige Sklavenburg Elmina besichtigt, wo auch immer einige Touristen vorzufinden sind. Dort traf ich einen Jungen von vielleicht 12 Jahren, ein Straßenjunge, den seine Eltern verstoßen hatten, weil sie ihn in ihrer v Hütte nicht mehr ernähren konnten. Der Junge hatte Kronkorken von Cola-oder Fantaflaschen gesammelt und daraus solche Rasseln gefertigt, die er jetzt an die Touristen verkaufte. Ich habe ihm diese hier abgekauft. Zu meinem Erstaunen fand ich plötzlich fromme Sprüche auf dieser Rassel und Bibelstellen, z.B. Johannes 14, 6. Ich fragte den Jungen: Was steht denn da? Er antwortete: Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und dann steht da Exodus, also 2. Buch Mose:14,8. Da steht, sagte der Junge: „Gott kämpft mit mir.“ Woher hatte der Junge, der sich Obadja nannte, dieses Bibelwissen? In den wenigen Jahren, in denen er in die Schule gegangen war, hatte er mit der Bibel lesen gelernt, weil es kein anderes Buch gab.
Gott kämpft mit mir? Jetzt war sein Leben ein einziger Kampf …
Predigt vom 3.01.2016 – Suche nach dem Menschen
Predigt zum 2. Sonntag nach Weihnachten 03.01.2016
Schrifttext Joh 1,1-14
Thema: Suche nach dem Menschen ist Suche nach Gott
Liebe Schwestern und Brüder,
der griechische Philosoph Diogenes pflegte im 4. Jhdt. V. Chr. bisweilen mit einer Laterne über den Markt von Athen zu gehen, leuchtete den Anwesenden ins Gesicht und sagte: „Ich suche Menschen.“ Man nannte diese Philosophen, die die Lehre von der Selbstgenügsamkeit vertraten, die Kyniker. Das kommt von griechischen Wort Kyon, Hund. Sie lebten buchstäblich wie die Hunde auf der Straße, Diogenes z.B. in einer Tonne. Weil die bürgerliche Schicht diese Lebensweise verächtlich fand, nannte man die Kyniker später die Zyniker, was mit dem ursprünglichen Anliegen dieser Philosophen nichts mehr zu tun hat, das hieß, nicht Reichtum, sondern Genügsamkeit macht glücklich.
Menschen, die mit ihrem Leben durch bestimmte Umstände auf den Hund gekommen sind, begegne ich manchmal auch. …
Predigt vom 1.01.2016 – Neu anfangen
Predigt zum Jahreswechsel 2015/ 16
Thema: Neu anfangen
Liebe Schwestern und Brüder,
Was wünschen wir uns für das neue Jahr? Glück, Frieden? Die Glückssymbole, das Glücksschwein und der Schornsteinfeger, legen nahe, dass ein umfassender Wohlstand uns wirklich Glück und Frieden bringen. Denn Schweine im Stall und ein sauberer Kamin waren im Mittelalter Zeichen für Wohlstand.
Und heute? Was ist Glück? In einem Gedicht heißt es:
„So mancher schwimmt im Überfluss, Hat Haus und Hof und Geld Und ist doch immer voll Verdruss Und freut sich nicht der Welt. Je mehr er hat, je mehr er will, Nie schweigen seine Wünsche still.“
Wenn einer immer mehr haben will, dann ist das nicht Glück, das ist Stress, ist das nicht Frieden, sondern Kampf, Konkurrenzkampf.
Was Glück und Frieden zu Neujahr wirklich ausmachen, lerne ich am berühmtesten Kirchenlied des 20. Jahrhunderts, das ja ein Neujahrslied ist: „Von guten Mächten…“ …